Ursprünglich dachte ich, nur das Konzert in Dresden am 5. Juni 2011 zu besuchen. Dieser Plan sollte sich ungefähr eine Woche vorher ändern, da ich mit Begleitung zu der MTV Push Party nach Berlin durfte – erst im weiteren Verlauf erfahrend, was es damit auf sich hatte (in diesem Zusammenhang nochmals DANKE nach Berlin…). Da meine Anreise dorthin nicht die Kürzeste ist, wollte ich mich erstmalig schon frühzeitig in den Osten des Landes aufmachen. Ein Besuch in Leipzig stand schon lange aus, so dass ich die Gelegenheit denn gleich mit ergriff. So machte ich am Donnerstag, 2. Juni 2011 schon Richtung Osten. Ich verbrachte zwei schöne Tage in Leipzig, die Live-Übertragung von Rock Am Ring wurde dann das perfekte „Warming Up“. Ich war begeistert – die Band ergänzt durch ein Streichquartett und die Tanz-Shows wesentlich erweitert (mittlerweile nerven sie mich auch nicht mehr^^). Richard fehlte natürlich auch nicht. Klasse, großes Kino. Auch wenn die Setlist nicht wesentlich verändert wurde, so wurde doch durch instrumentale Zwischenstücke das Ganze gut aufpoliert. Der Beginn mit den Damen in schwarzen Umhängen in Kombination mit dem Intro – eine Wucht, gefolgt vom ebenbürtigen Silver Lining. Sehr schön. Verona auch immer ein Höhepunkt dank Richard. Confide In Me und Devotion sind neben Sunday immer meine persönlichen Höhepunkte, so dass es schon vor dem Fernseher gut abging (leider ohne warmes Bier, weil es mir an dem Tag nicht so gut ging^^). Die Vorfreude auf Dresden wuchs und ich wurde immer hippeliger.

Am Sonntag wollte ich mich dann frühzeitig nach Dresden auf machen, da die Community noch ein tolles Picknick geplant hatte, was um 12.30 Uhr beginnen sollte. Leider haben mir die Leipziger Öffentlichen Verkehrmittel einen Strich durch die Rechnung gemacht – der erste ICE war weg – Fahrgastwunsch 😉 nicht erfüllt. So saß ich denn anderthalb Stunden am Leipziger Hauptbahnhof…die Zeit ging rum, endlich konnte ich los.

In Dresden angekommen, musste ich erst einmal ins Hotel. Das führte letztlich dazu, dass ich das tolle Picknick wirklich verpasste. Meine Community Kollegen waren aber so nett, mir Ananas und Sekt aufzubewahren. Nochmals herzlichen Dank dafür :). Man kann sagen, dass das Picknick ein voller Erfolg war und ich zwischenzeitlich schon eine Menge Spaß durch das Telefon von Franzi hatte ;).

Nun hieß es warten, warten, warten. Ich selbst bevorzugte zunächst noch einen schattigen Sitzplatz auf der Wiese  – zum Anstehen war es einfach viel zu warm. Trotzdem wurde die Zeit durch nette (und ausführliche) Gespräche 😉 doch sehr kurzweilig. Seitdem haben wir auch ein Ehren-Community-Mitglied, auf das wir sehr stolz sind (ich denke, da spreche ich im Namen aller). Die Rehearsal konnten wir natürlich auch hören. Live Like Horses, Affair wurde a cappella geboten, Sunday und Wonderful Life hörten wir dann schon mal eine Runde komplett. Richard verpasste mir bei seinem Rehearsal dann die erste Gänsehaut des Tages.

Mit guter Verspätung erfolgte dann um 18:15 Uhr der Einlass. Zunächst stand ich in der ersten Reihe, schaute aber sehnsüchtig auf die tollen Sitzplätze. HURTS hatte ich ja nun das ein oder andere Mal von ganz vorne gesehen, da zog es mich nach einiger Überlegung denn doch in die gemütlichen Reihen. Platz genug auf den Treppen, um wieder nach Vorne zu gehen, schien es ja zu geben. Bekannte Gesichter überall, die es zu begrüßen galt. Auch hier kann ich nur sagen: Die Wartezeit war wieder sehr kurzweilig, ich fand immer nette Gesellschaft (in diesem Zusammenhang einen lieben Dank an emmART, die auf meine Sachen so toll aufgepasst hat). Die Ein oder Anderen konnte ich auch noch ein wenig verblüffen, aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden…

Die Vorband, deren Namen ich mittlerweile schon wieder vergessen habe (CelestialWinter – wie hießen die noch mal??? :P), konnte sicher die vorderen Reihen begeistern. Sie betonten auch wiederholt, dass die (ausverkaufte) Junge Garde eine Kapazität hat, die sie bei Weitem nicht gewöhnt sind. Weiter hinten hat man das nach meiner Meinung auch gemerkt 8).

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Irgendwann war denn auch die Umbauphase beendet und HURTS konnten die Bühne betreten. Das Konzert wurde wieder mit Angel von Massive Attack eingeleitet – schön, dass sich manche Dinge eben doch nicht ändern :). Es folgte das grandiose Intro, die Band kam unter tosendem Applaus auf die Bühne. Die Mädels mit den schwarzen Fahnen haben ihren Job echt gut gemacht – es hatte eine großartige Wirkung. Die Setlist wurde zu Rock Am Ring nicht geändert (was auch nicht zu erwarten war). Jedoch wurde The Water instrumental etwas verlängert (hatte ich zumindest den Eindruck – leider zerplatzten nun endgültig meine Hoffnungen, das gesanglich zu hören). Die Überleitung zu Confide In Me ist dann jedoch grandios und der Beat rockt richtig los. Theo sagte schon zu Beginn, dass dies ein wunderschöner Abend würde – und das wurde er auch.

Wie in Hamburg später auch, wurde natürlich auch in Dresden die Dunkelheit von Theo begrüßt. Better Than Love, eingeleitet von einem Ballett, das mir sehr gut gefiel, war dann das letzte große Fest bevor die Show nach einer guten Stunde leider wieder vorbei war.

In Dresden haben sich die Jungs nach dem Konzert leider nicht blicken lassen, wobei ich auch nicht darauf gewartet habe. Wir haben den Abend in kleiner Runde gemütlich und sehr lustig ausklingen lassen – ein englischsprachiger Herr steuerte zu Spaghetti Bolognese mit Rotwein noch ein „O Sole Mio“ bei, was natürlich mit tobendem Applaus belohnt wurde. Herrlich.

Nachdem ich nun noch nach Berlin wollte, entschied ich mich kurzerhand, das Konzert in Hamburg noch mit zu nehmen. Es war keine falsche Entscheidung. Auch die Freilichtbühne war schließlich ausverkauft, wir konnten jedoch noch gemütlich Plätze in den vorderen Reihen ergattern, obwohl wir nicht wirklich anstanden (naja, ein wenig mag das auch den Umständen zu verdanken sein). Auf jeden Fall wieder ein Highlight.

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Ich bereue es nicht, diesen Weg auf mich genommen zu haben. Die Show genauso grandios wie in Dresden. Wo das Publikum mehr mitgegangen ist, mag ich nicht entscheiden. Auf jeden Fall hatten beide Konzerte ihren Charme. Ich würde eher sagen, dass man Theo und Adam (welcher dem Publikum dann und wann mit einem Glas Rotwein zu prostete) eher die Stadt, in der sie gerade auftraten, ansah 8). Hamburg bietet ja immer Möglichkeiten. Vielleicht ging es bei Evelyn auch noch ein bisschen mehr ab. Auf alle Fälle hatten sie und wir Spaß, das ist die Hauptsache :). Deutschland zeigte sich auf beiden Konzerten wieder sehr dankbar, dass sie uns so oft besuchen kommen. Ein Fanprojekt führte (wie in Dresden) dazu, dass schwarze und weiße Luftballons im Publikum verteilt wurden. Auch wenn ich kein Freund davon bin, im Nachhinein muss ich sagen, dass es eine gute Idee war und die Show noch mehr aufgelockert hat. An dieser Stelle: Einfach danke für einen wundervollen Abend :).

Im Anschluss habe ich mich noch mit Paul unterhalten. Dass ich (wie immer) getanzt habe, muss aufgefallen sein 8). Naja, es ist eben „emotional pop music“ :D. Richard haben wir auch noch gesprochen, so dass wir uns auf morgen verabschieden konnten.

Berlin. Ich lief zunächst völlig perplex durch diesen gigantischen Hauptbahnhof. Unbelievable. Dann ging es mit dem Taxi ins Hotel. Dort wartete ich auf Os, der mich begleiten sollte (und ja, ich hatte natürlich nichts Besseres zu tun als an der Homepage zu basteln^^). Gegen 20:40 Uhr haben wir uns dann viel zu früh zum Tape Club aufgemacht. Irgendwo war ich schockiert, dass der nur aus einer Lagerhalle bestand. Die Band hat die Wartezeit im Bus verbracht, dann und wann konnte man jemanden auftauchen sehen. Richard kam natürlich auch vorbei, um Hallo zu sagen. Sagen wir mal so: Insgesamt waren die Eindrücke spannend. Es folgte Blitzlichtgewitter, wenn ein Promi aufgetaucht ist. Ein paar Damen bewunderte ich um die Kunst auf SOLCHEN Absätzen laufen zu können. Ich muss gestehen, dass ich meistens erst durch die Berichte im Nachhinein erfuhr, wer da alles war 8). Irgendwann waren wir dann drin – Getränke gab es umsonst, sehr erfreulich. Es gab eine Vorband (deren Namen ich schon wieder vergessen habe 8) ), die mir aber gut gefiel und die Stimmung anheizte. Um 23 Uhr betraten dann HURTS die Bühne. Es wurde ein kleines Set gespielt (Silver Lining, Wonderful Life, Blood, Tears and Gold, Eveyln, Stay und Better Than Love). Viel zu schnell war alles vorbei. Theo und Adam sind dann noch aufgetaucht, wobei ich davon nicht viel mitbekommen habe. Von Adam haben wir uns, kurz bevor sie abfuhren (ca. 1:15 Uhr), noch verabschiedet.

Am Donnerstag ging es dann nach Hause – ca. 1.500km später war ich dann abends wieder daheim. Glücklich, aber geschafft…es war jeden Kilometer wert.

b50


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