2. Mai 2012Tourbericht Herbst-Tour 2011 – Rosy Von: :: Kommentare deaktiviert für Tourbericht Herbst-Tour 2011 – Rosy

Am 30. September 2011 fand das erste Konzert der Herbst-Tour 2011 in Stuttgart statt. Dieses Konzert musste ich leider ausfallen lassen, wurde aber durch andere Community-Mitglieder auf dem Laufenden gehalten. Für mich die wichtigste Nachricht des Abends kam gegen 22.00 Uhr von blackkat – sie bestand aus nur einem Wort: Affair!
Ich saß grinsend vor meinem Handy und konnte es kaum glauben…“mein Affair„. Darauf, dass die Jungs das spielen, hatte ich seit meinem ersten Konzert am 20. Oktober 2010 in Köln gewartet. Damit stieg dann die Vorfreude auf mein erstes Konzert mit Affair am nächsten Tag in Frankfurt. Nach Konzertende kam dann die nächste SMS mit der Nachricht, dass auch The Water jetzt zum Repertoire gehörte. So dolle hab ich dann in dieser Nacht nicht mehr geschlafen – vor lauter Aufregung ;-).

Am nächsten Morgen dann nochmal kurze Abstimmung mit Morla, die mit einem Hangover vom Konzert und der After-Show-Party mit Stuttgart Schwarz per Bahn aus Stuttgart anreiste, wie wir uns treffen. So machte ich mich dann schon mittags auf den Weg nach Frankfurt. Bei strahlendem Sonnenschein und gut 20°C erreichten wir gegen 13.30 Uhr die Jahrhunderthalle – und das am 1. Oktober. Theo schrieb dazu auf twitter „Woke up in a hot & bothered Frankfurt. Mother Nature needs to get HRT. She’s losing her mind…“
Nachdem wir die Lage rund um die Halle abgecheckt hatten, beschlossen wir, es uns auf der Wiese neben der Halle gemütlich zu machen. Auf dem Weg zum Auto, um die benötigten Utensilien herbei zu holen, kam plötzlich Bewegung auf das Dach der Halle. Im Backstage-Bereich spielte Adam mit Matt Vines, Paul und anderen Crew-Mitgliedern Fußball. Natürlich waren wir nicht die Einzigen, die das mitbekommen haben. Die Bilder von Adam in rosa T-Shirt und Shorts sind ja um die Welt gegangen. Nach einer Weile ließ sich auch Theo noch sonnenbadend sehen.
Der Rest des Nachmittags plätscherte dann bei netten Gesprächen auf unserer Decke, zu der sich dann auch noch verschiedene andere Community- und Nicht-Community-Mitglieder gesellt hatten, vor sich hin. Um ca. 16.00 Uhr liefen plötzlich zwei grinsende Jogger aus dem Backstage-Bereich kommend an uns vorbei. Wir dachten noch so bei uns „Was gehen die von der Crew denn JETZT noch joggen?“ beließen es aber dummerweise bei dem Gedanken. 10 min. später kamen sie dann immer noch grinsend und zu uns schauend wieder zurück – „das war aber eine kurze Runde“. Kurze Zeit später erhielten wir dann die Info, dass Theo wieder den Willy-Wonka-Tweet abgesetzt hatte. OMG – die Leitung war echt lang…Gegen 18.00 Uhr gingen wir zum Halleneingang, wo wir noch weitere nette Leute trafen. Dort wartete dann eine Überraschung auf uns – Fortuna meinte es gut und Morla und ich konnten mit zu einem Meet & Greet vor dem Konzert (trotz der verpassten Wonka-Tickets). Letztendlich waren 10 Personen mit Backstage, es gab Sekt und einen netten Plausch mit Theo und Adam – amazing ;-).
Leider wurden wir dann doch irgendwann als Letzte raus geworfen – erste Reihe war nicht mehr drin, da der Einlass zwischenzeitlich stattgefunden hatte. Wir hatten unser Highlight ja auch schon gehabt. So standen wir letztendlich seitlich, wo wir Platz zum Tanzen hatten ;-). Die Setlist war die Gleiche wie bei den letzten Touren, erweitert, wie schon gesagt, um Affair (mein zweites Highlight für diesen Abend :-D) und The Water als Zugabe. Die Halle war gut gefüllt und das Publikum hat – soweit wir das sehen konnten – gut mitgemacht. Nach einem netten Plausch nach Konzertende machten wir uns dann weit nach Mitternacht auf den Heimweg. Dank Severn bekam Morla glücklicherweise ihr persönliches Shuttle nach Hause.

Am 02. Oktober 2011 fand das nächste Konzert der Tour in München statt. Obwohl wir auch dafür kurzfristig noch Gewinn-Karten von O2 angeboten bekamen, entschlossen wir uns, dieses Konzert ausfallen zu lassen.

So ging es dann am 4. Oktober weiter nach Düsseldorf. Nach dem Einlass merkten wir schnell, dass diese Halle sehr groß war – zu groß für die Anzahl der verkauften Karten. Der hintere Teil der Halle war aber bereits mit Vorhängen abgeteilt. An den Seiten der Halle gab es gemütliche Sitzplätze, so dass wir uns an diesem Abend dazu entschlossen, uns das Kino auch mal aus Kinosesseln anzuschauen ;-). Die Eiskonfektverkäufer und der gastronomische Service der Mitsubishi-Electric-Halle rundeten das Kino-Erlebnis dann auch ab. An diesem Abend bekamen wir auch die Vorbands eher mit als in Frankfurt – die Heartbreaks waren ganz okay, von der anderen Band weiß ich noch nicht mal mehr den Namen… Dann endlich ging es los. Die Setlist war unverändert, der Bass war allerdings am Anfang bei uns viel zu laut. Das gab sich aber Gott sei Dank nach einigen Liedern.

Und dann ging es richtig los – „stand up, stand up“. Theo war für meine Wahrnehmung an diesem Abend besonders gut drauf, so dass dieses Konzert für mich auf jeden Fall zu meinen persönlichen TOP 3 HURTS-Konzerten gehört. Auf den Sitzen hat es uns nach der Aufforderung natürlich nicht mehr gehalten und bei Affair, Unspoken und The Water hatte ich echt Gänsehaut. „Dusseldorf was a riot“. Nach Konzertende haben wir dann noch eine Weile draußen gewartet und Theo auch im Bus verschwinden sehen, dann aber doch beschlossen, zu fahren. Am nächsten Tag erfuhren wir dann, dass Adam und Paul hinterher noch kurz bei den Wartenden auftauchten und Autogramme gaben.
 
 
Aufgrund dieses genialen Konzertes wurde auf der Rückfahrt dann kurzerhand der Plan gefasst, dass Morla mich doch am 5. Oktober 2011 auf das Konzert nach Erfurt begleitete. Nach einer kurzen Nacht ging es los in Richtung Erfurt. Als wir eintrafen, sahen wir, dass es an der Thüringenhalle keinen „richtigen“ abgesperrten Backstage-Bereich gab. Die Busse parkten direkt neben und vor der Halle. Gesehen haben wir aber trotzdem leider niemanden. Nach dem Einlass auch hier wieder die Erkenntnis – die Halle ist zu groß und hatte – man möge mir das nach dem Verwöhn-Programm in Düsseldorf verzeihen – den Charme einer Turnhalle. Wir sicherten uns dieses Mal Morlas angestammten Platz in der ersten Reihe und harrten der Dinge, die da auf uns zu kamen. Die Vorbands haben wir wieder gehört – diesmal waren die Heartbreaks für mich auch besser – und dann ging das Warten los. An diesem Abend verzögerte sich der Auftritt der Jungs etwas, was für die Stimmung in der Halle nicht gerade förderlich war. Als es dann endlich los ging, habe ich für mich an diesem Abend leider eine ganz andere Stimmung auf der Bühne wahrgenommen als in Düsseldorf. Auf mich wirkte es, als würde das Programm einfach nur abgespult. Somit ist dieses Konzert für mich das Schlechteste, auf dem ich war. Ansonsten war an der Setlist nichts verändert. Nach Konzertende haben wir den Ort des Geschehens dann auch recht zügig verlassen, da ja auch ein weiter Heimweg auf uns wartete. Die Nacht endete mit einer Flasche Rotwein und war dementsprechend noch kürzer als die Letzte. Den nun folgenden Tag Pause hatten sowohl die Band als auch wir uns redlich verdient. So langsam verstanden wir, was „touren“ heißt.

Am 07. Oktober 2011 folgte dann der Abschluss der Deutschland-Tour in Aachen in einer sich im Betrieb befindenden Eishalle. Leider war es nicht nur drinnen, sondern auch draußen „fucking cold“, so dass wir uns mit Decken und Schals in den nahegelegenen Geschäften eindeckten. Theo schrieb dazu auf Facebook “Somebody please pop the friggin radiators on.” – das traf es ziemlich genau. Vor der Halle trafen wir wieder mit einigen lieben Community-Mitgliedern zusammen, so dass die Wartezeit doch erstaunlich schnell vorüber ging. Dann nach dem Einlass schnell den obligatorischen Platz in der ersten Reihe sichern. Diesmal war es dort sehr eng, da auch nicht wenige Fans von Tim Bendzko da waren, die ebenfalls ganz nach vorne wollten. Aber wir haben es doch geschafft und waren froh, auf den Metallgittern stehen zu können und nicht direkt auf dem Eis. Um ca. 20.00 Uhr betrat Tim Benzko die Bühne und um ca. 21.00 Uhr folgten dann HURTS.

Das Programm war diesmal etwas abgespeckt, unter anderem fehlten Verona und The Water, so dass die Show nur ca. 1 Stunde dauerte. Theo verabschiedete sich auf dem Konzert vom deutschen Publikum und kündigte an, dass sie voraussichtlich für mindestens ein Jahr kein Konzert in Deutschland spielen würden. Nach Konzertende warteten auch wir noch eine Weile bei den Bussen. Als es dann allerdings anfing zu regnen, schwanden unsere Hoffnungen, dass an diesem Abend noch eine Autogrammstunde folgen könnte. Kurz darauf verließen die Busse dann auch Aachen. Da wir allerdings in die gleiche Richtung auf die Autobahn mussten, haben wir sie noch für einen Teil der Strecke begleitet :-D. Auch diese Nacht war wieder sehr kurz… Und bis zum letzten Konzert der Tour in London war es noch fast einen Monat hin.

Dieser Monat verging dann aber doch erstaunlich schnell und so reisten zum Konzert nach London einige Community-Mitglieder an. Mittags am 4. November 2011 fanden wir uns in der Schlange vor der Brixton-Academy ein. Das Sprachgewirr dort war groß, da sich das letzte Konzert der Jungs auch Fans aus vielen anderen Ländern nicht entgehen lassen wollten. Wir hatten eine recht gute Ausgangsposition fast am Anfang der Schlange, so dass die Hoffnungen auf einen Platz in der ersten Reihe berechtigt erschienen. Am Einlass hakte es zwar nochmal kurz, aber trotzdem schafften wir es wieder auf den angestammten Platz in der ersten Reihe. Die Konzerthalle selbst hat mir sehr gut gefallen, sie war ganz anders als eine deutsche Konzerthalle. Was ich als besonders positiv empfand war, dass der Boden der Halle zur Bühne hin abschüssig war, so dass man auch von weiter hinten bestimmt noch gute Sicht auf die Bühne hatte. Für mein Gefühl ziemlich bald nach dem Einlass begannen die Vorbands Niki and the Dove und Jess Mills mit ihrem Programm. Und dann ging es auch schon los – das letzte Konzert für eine „lange Zeit“. Schon ein seltsames Gefühl. (Zu diesem Zeitpunkt standen ja die Festival-Termine für den Sommer dieses Jahres noch nicht fest.) Die Jungs schienen gut gelaunt zu sein und Spaß auf der Bühne zu haben. Der Mikrofonständer musste bei Evelyn wieder sehr leiden und danach auch ersetzt werden, da Theo ihn in zwei Teile zerlegt hatte. Bei Devotion schloss sich dann der Kreis, warum dies vorher mehrfach im Soundcheck gespielt wurde (wir wunderten uns draußen in der Schlange etwas). Kylie Minouge unterstützte die Jungs bei diesem Titel und beim darauf folgenden Confide In Me. Bei Stay und der Zugabe Better Than Love wurde ein Feuerwerk gezündet und dann war das letzte Konzert der Tour leider viel zu schnell vorbei.

Die Jungs gaben keine Autogramme an die vor dem Hintereingang wartenden Fans. Theo fotografierte oder filmte die Wartenden aber aus seinem Taxi heraus, als er sehr bald nach Konzertende zur Aftershow-Party mit den Promis gefahren wurde. Für uns klang der Abend bei unserer Aftershow-Party im London Stone bei dem ein oder anderen Glas Gin Tonic sehr angenehm aus. Der Rest des Wochenendes wurde mit Sight-Seeing verbracht und Sonntag verabschiedeten wir uns schweren Herzens von HURTS und London. Aber wir werden bestimmt wieder kommen ;-).
 
 
Rosy


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