Deutsch

Befasst man sich nur mit den zeitlichen Kriterien, ist die Geschichte schnell erzählt: Beide treffen sich 2005 zufällig in Manchester, kennen sich kaum, verbinden über das Internet ihr musikalischen Vorstellungen – der visionäre Adam Anderson liefert die Musik, Theo Hutchcraft Gesangsproben. Sie gründen „Daggers“, eine Party-Band, die durch ihren angriffslustigen, visionären Sound das Publikum spaltet. Sie sind getrieben von einer Idee – die „größte Popband des Planeten“ zu erschaffen. Das Projekt endet in einer musikalischen Katastrophe. Jahrelang sind beide arbeitslos, haben Nebenjobs, sind aber mit Visionen erfüllt. 2008 beginnen sie, erschöpft und befreit nach dem Ende des „Daggers“-Projektes, die Songs und Texte für HURTS aus der Feder fließen zu lassen. Der erste Titel ist „Unspoken“ und damit der Grundstein für HURTS gelegt. Sie fahren nach Italien auf der Suche nach „Italo-Pop“, halten sich auch in Berlin auf. 2009 ziehen sie durch die englischen Vororte – Broughton, Rusholme, Bellevue. Sie unterschreiben bei SONY in Berlin. Im Mai 2010 erscheint die erste Single-CD „Better Than Love“ mit 2 Songs, im August 2010 die Four-Track-CD „Wonderful Life“. Der Sturm braut sich übers Internet und den Medien zusammen…bald folgt das erste Album „Happiness“.

Manchester ist erwartungsvoll und düster. HURTS sind ihre Stadt, sind mehr als die bloßen Fakten. Sie sind unvoreingenommen, unkompliziert und humorvoll. Sie haben Hoffnungen, Visionen. Es geht nicht darum, wer die Beiden sind, sie wollen keinen Hype um ihre Person, feiern keine großen Parties – sie wollen die Emotionen der Leute, wollen das Geheimnisvolle. Fakten über die beiden werden erst nach und nach bekannt, sie wollen auch in Zukunft was zu erzählen haben. Ein Gefühl von Exzentrik und dem Fokus auf das Wichtige umgibt sie. Eigentlich ist alles ganz klar, deutlich und direkt, so einfach wie der Kamm, der immer dabei ist – den Kopf darüber schütteln andere.

Die Wissenschaft vertrieb den Zauber der vergangenen Jahrhunderte, wollte und will alles verstehen, interpretieren und bewerten – vielleicht brauchen wir heute wieder einen leisen Zauber, den leichten Staub der nebulösen Vergangenheit. Ich wünsche ihnen und uns, dass die Quelle nicht allzu schnell versiegt und wir den „hidden track“ möglichst lange suchen und phantasieren, wie er wohl klingen mag.

Der Geschäftsführer eines Plattenlabels sagte, dass die Leute diese Musik brauchten, sie seien nicht glücklich. – vielleicht hat er Recht.

English

If one just counts the facts, the story is simply told: 2005, two guys meet accidentally in Manchester. They hardly know each other; anyhow they combine their musical ideas via internet. The visionary Adam Anderson contributes the sounds, Theo Hutchcraft the vocals. They found “Daggers”, a party-band who splits the audience with their aggressive, visionary sound. They are driven by vision – they want to be the “biggest pop band of the planet”. The project ends in a musical catastrophe. Both are out of work for a few years, just doing side jobs, but stick to their visions. 2008 they begin, exhausted and relieved after abandoning “Daggers”, to create the songs for HURTS. The first song is “Unspoken”, the beginning of HURTS. They travel to Italy, searching for “Italo-Pop”, linger in Berlin, Germany. 2009 they perform in the suburbs – Broughton, Rusholme, Bellevue. The guys contract with SONY in Berlin. In May 2010 they release their first single-CD “Better Than Love” (2 tracks), in August 2010 their four-track-Single-CD “Wonderful life”. The storm rolls via internet and the media – their first album “Happiness” is coming soon.

Manchester is hopeful and gloomy. HURTS symbol their town; they are more than facts. They are open minded, easy going and humorous. They are hopeful, visionary. It doesn’t matter who the guys are, they do not want any hype because of their so-being, and they do not party. They want peoples’ emotions, want secrets. Aspects about them are coming up piece by piece – people are to be surprised still in the future. An eccentric feeling and the focus on the important things surrounds them. In fact everything is distinct and direct, so simple as the comb which is with them all the time – it’s up to others to shake heads.

Science banished enchantment, wants to understand, interpret, judge. Perhaps we need a little enchantment these times, the light dust over the foggy past. I wish them and us that the font sputters for a long time and that we watch out for the “hidden track” for a long time – fantasizing its possible sound.

The leader of a record label said: “People need this music, they are unhappy.” Eventually he’s right.

Text and Translation: Britta Dietz, Germany